Titrationskurven-Simulator
Einprotonige Titrationen berechnen, Zugabevolumen erkunden und Indikator-Endpunktfehler vergleichen.
Über dieses Tool
Analyt-Typ, Ausgangsvolumen, Analyt- und Titrant-Konzentration wählen und berechnen. Danach den Volumenregler bewegen oder ein exaktes Zugabevolumen eingeben. Die CSV enthält Kurve, Äquivalenz-, Halbäquivalenz- und aktuellen Punkt. Geänderte chemische Eingaben erfordern eine neue Berechnung.
Vorlagen und eigene Werte. Essig-/Ameisensäure und Ammoniak/Methylamin liefern typische pKa-/pKb-Werte. Erweiterte Einstellungen erlauben eigene Werte und einen größeren Diagrammbereich; null wählt das 2,2-Fache des Äquivalenzvolumens. Der Äquivalenzpunkt bleibt stets enthalten. Wissenschaftliche Zahlenschreibweise ist möglich.
Modell. Die gesamte Kurve löst Stoffbilanz, Ladungsbilanz und Wassereigenionisation bei 25 °C (Kw = 10⁻¹⁴). Starke Säuren/Basen dissoziieren vollständig; schwache Spezies sind einprotonig. Verdünnung und Hydrolyse sind berücksichtigt. Abschnittsweise Puffernäherungen und ihre künstlichen Sprünge entfallen. Bei Halbäquivalenz gilt pH ≈ pKa bzw. pOH ≈ pKb nur bei vernachlässigbaren Wasser- und freien Säure-/Base-Beiträgen. Das ideale Modell vernachlässigt Aktivitäten, Temperaturänderungen, CO₂-Aufnahme, Gemische, mehrprotonige Säuren und Indikatorverbrauch. Die frühere Phosphorsäure-Näherung entfällt.
Indikatoren. Violette Linien begrenzen den pH-Umschlagsbereich. Das Volumenintervall wird aus beiden pH-Grenzen berechnet, auch außerhalb des Diagramms. Der Fehler ist 100 × (Volumen / Äquivalenzvolumen − 1). Ein kleines Intervall nahe null ist günstig; die Lage des Äquivalenz-pH allein bestimmt die Eignung nicht. Dies sind theoretische Grenzen, keine Vorhersage des exakten sichtbaren Farbwechsels.